Chlorella

Chlorella

Chlorella ist eine mikroskopisch kleine Grünalge, nicht viel größer als ein rotes Blutkörperchen. Der Name dieser einzelligen Wasserpflanze leitet sich vom griechischen chloros = grün, gelbgrün und –ella = klein ab. Die Mikroalge ist von kugeliger Gestalt und kommt weltweit vor.

Chlorella gehört zu den meistuntersuchten Pflanzen überhaupt. Diesen Erfolg verdankt sie vor allem ihren ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Allein in „PubMed“, einem der größten Online-Archive für wissenschaftliche Publikationen finden sich heute 5.463 Einträge zum Suchbegriff „Chlorella“ (Stand: 31. März 2017).

Die Mikroalge wird vor allem in Asien, in Europa und den USA angebaut. Dabei kommen unterschiedliche Anbaumethoden zum Einsatz: offene Beton- oder Foliebecken, Fermenter oder sogenannte Fotobioreaktoren.

Name

Chlorella vulgaris

Geburtsdatum

vor 2,5 Milliarden Jahren

Lebensraum

Süßwasser

Farbe

Grün, wegen ihres hohen Chlorophyll-Gehalts

Entdeckung

19. Jahrhundert

Entdecker

M.W. Beijerinck, niederländischer Biologe

Nährwert

außergewöhnlich reich an Nährstoffen

Anwendung

traditionell in Asien als Nahrungsergänzungsmittel wegen ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften

Anbaugebiet

Mitten in Europa, Roquette Klötze (Deutschland)

Wirkungen von Chlorella / Entgiftung

Gesundheitsbezogene Aussagen zu tätigen, ist aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen (z.B. EFSA – European Food Safety Authority; Health Claims Verordnung) schwierig, bzw. nahezu unmöglich. Deshalb werden Sie auf dieser Seite auch keine Aussagen dieser Art finden.

Bitte lesen Sie bei Interesse zu dieser Thematik die Fachliteratur, konsultieren sie Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker oder informieren sich im Rahmen von Fachvorträgen.

Chlorella vulgaris & Chlorella pyrenoidosa

Die oben genannten Arten sind zur Zeit die am häufigsten im Handel anzutreffenden Chlorella-„Arten“. Allerdings weiß man seit 1992 (Kessler E. & Huss V.A.R.), dass es eine Art „Chlorella pyrenoidosa“ gar nicht gibt. Dies wurde in diversen nachfolgenden Untersuchungen bestätigt. Es handelt sich dabei vielmehr um einen veralteten Artbegriff unter dem Arten und Stämme unterschiedlicher Algengruppen geführt wurden. Hinter den Belegen mit dem Namen „C. pyrenoidosa“ versteckten sich zum Beispiel Chlorella vulgaris, Chlorella sorokiniana und „Chlorella fusca“.

Chlorella unter dem Mikroskop

Aufgebrochene Zellwände / Mikronisierung

Regelmäßig taucht die Frage auf, ob die Zellwände der Chlorella in irgendeiner Form (Kugelmühlen, Ultraschall, etc.) aufgebrochen werden müssen, um deren Verdaulichkeit oder andere Eigenschaften zu verbessern.

Die Zellwände unserer Chlorella sind nicht aufgebrochen und müssen es auch nicht sein. Die diversen Untersuchungen dazu zeigen folgendes: Die Verdaulichkeit von Chlorella wird durch das  „Aufbrechen der Zellwand“ nicht signifikant erhöht. Einen größeren Einfluss scheinen Faktoren wie der Trocknungsprozess oder auch die verwendete Chlorella-Art (-Stamm) zu haben. In einer Publikation von Kanno T. (2005) wird das wie folgt auf den Punkt gebracht: „Die originalen Charakteristika und die physiologischen Effekte von Chlorella werden durch das Aufbrechen der Zellwand nicht verändert.“ Und: „Eher ist zu befürchten, dass durch den Prozess des Aufbrechens der Zellwand Proteine degenerieren können, Vitamine und Fettsäuren zerstört werden können und es zu Oxidationseffekten kommen kann.“

Chlorella & Vitamin B12

Das Thema Bioverfügbarkeit von Vitamin B12 aus Algen wird kontrovers diskutiert. Und tatsächlich gibt es innerhalb der Algen große Unterschiede was die Anwesenheit der verschiedenen Cobalamine und deren Bioverfügbarkeit angeht. Mit der Methode der LC-MS/MS können wir in unserem Produkt ausschließlich bioverfügbare Formen nachweisen. In unserer Chlorella sind 100 µg / 100 g Gesamt-Vitamin B12 enthalten, das heißt mit der empfohlenen Tagesdosis von 3 g Chlorella deckt man schon 120 % seines Tagesbedarfs.

Quelle: Biogena

Chlorella & Jod

Jod spielt nur bei Meeresalgen eine Rolle. In Süßwasseralgen wie der Chlorella ist dieses Element nur in Spuren vorhanden.

Zusammensetzung

Chlorella vulgaris – Pulver (Typische mittlere Zusammensetzung)

je 100 g Produkt

Feuchte
Fett
Ballaststoffe
Kohlenhydrate
Zucker
Protein (N x 6,25)
Asche
Pigmente

4 g
9 g
18 g
9 g
1 g
52 g
7 g
3 g

je 100 g Produkt

Chlorophyll gesamt
Carotenoide gesamt
Lutein

2,4 g
170 mg
150 mg

je 100 g Produkt

Vitamin K
Vitamin B6
Vitamin B9 (Folsäure)
Vitamin B12
Vitamin C
Vitamin E

33 µg
1  mg
610 µg
100 µg
19 mg
6 mg

je 100 g Produkt

Kalzium
Kalium
Magnesium
Eisen
Zink

316 mg
1496 mg
318 mg
112 mg
4 mg

% A.S./∑ A.S.

Asparaginsäure
Threonin*
Serin
Glutaminsäure
Glycin
Alanin
Valin*
Cystein
Methionin*
Isoleucin*
Leucin*
Tyrosin
Phenylalanin*
Lysin*
Histidin*
Arginin
Prolin
Tryptophan*

* Essentielle Aminosäuren

9,5 %
5,0 %
3,9 %
11,9 %
6,0 %
9,0 %
6,6 %
0,5 %
2,2 %
4,4 %
9,5 %
3,5 %
6,1 %
8,1 %
2,0 %
6,5 %
5,3 %
2,4 %

je 100 g Produkt

gesättigte Fettsäuren
einfach ungesättigte Fettsäuren
mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Transfettsäuren

2,9 g
1,5 g
4,8 g
89 mg

% F.S./∑ F.S.

C16:0 Palmitinsäure
C18:0 Stearinsäure
C18:1 Ölsäure
C18:2 Linolsäure
C18:3 α – Linolensäure

25,2 %
2,6 %
5,2 %
19,3 %
30,7 %

Durch unsere einzigartige Anbaumethode und die permanenten Kontrollen können wir eine außergewöhnlich gute Qualität der Chlorella – Produkte sicherstellen. Trotzdem lassen wir zusätzlich unsere Produkte regelmäßig auf potentielle Schadstoffe, wie Pestizidrückstände, Aflatoxine, Microcystine, Schwermetalle und andere testen.

Wie bei anderen Lebensmitteln auch, können eventuell auftretende Allergien, Überempfindlichkeiten und Unverträglichkeiten gegenüber Mikroalgen nicht prinzipiell ausgeschlossen werden.