Forschung

Anwendungsbezogene Grundlagenforschung

Die Mikroalge Chlorella vulgaris gehört zu den am besten untersuchten Pflanzen überhaupt. Seit ca. 40 Jahren wird sie auch für menschliche Ernährung genutzt, hauptsächlich in den asiatischen Ländern. Der Anbau erfolgte bis zum Jahr 2000 ausschließlich in offenen Teichanlagen, vorwiegend in Südostasien und den USA. Seit dem Sommer 2000 ist hier in Klötze/Altmark die weltweit erste Anlage zur Kultivation von Mikroalgen im patentierten Glasröhrensystem in Betrieb. Die Anlage in Klötze ist einzigartig in der Welt. Genauso einzigartig wie die Herausforderungen, die mit einem qualitativ hochwertigen Algenanbau an sich und der Erforschung der optimalen Bedingungen für das Algenwachstum einhergehen. Dabei liegen natürlich die Sicherstellung und Steigerung der Qualität der Produkte und die Erhöhung der Effizienz der Anlage im Fokus unserer Arbeiten. Hier leisten wir seit Jahren Pionierarbeit, da wir der einzige langjährige Betreiber einer solchen Algenanlage mit angeschlossener Forschungsabteilung sind. Detaillierte Erkenntnisse aus Laborversuchen lassen sich dabei nur bedingt in der Praxis umsetzen. Daher werden vor allem praxisorientierte Forschungsprojekte, auch mit Hilfe internationaler Kooperationen, durchgeführt.

Projekt- und Diplomarbeiten

Wir betreuen regelmäßig Projekt- und Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit den Universitäten und Fachhochschulen.
Schwerpunktmäßig werden in diesem Rahmen begleitende Arbeiten zur Produktentwicklung durchgeführt, aber auch analytische Fragen, z.B. der Analyse von Algeninhaltsstoffen, behandelt.
Regelmäßig stellen wir mehrmonatige Praktikumsplätze für in- und ausländische Studierende bereit und arbeiten dabei mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zusammen. Wir betreuten in den letzten Jahren u.a. Praktika von Studenten aus Indien, Rußland und der Türkei.

„Jugend forscht“

Wir unterstützen auch diverse andere Projekte mit Rat und Tat, bei denen es um die Verwendung von Algen zur Beantwortung ganz unterschiedlicher Fragestellungen geht. Eines davon war das Projekt „Entwicklung und Anwendung eines Biosensors auf Basis der Sauerstoffproduktion von Algen“ von Philomena Apitzsch und Tobias Hahn aus Halle. Sie nahmen 2007 am Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ teil und erreichten mit dem Algenprojekt Platz 3.

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